Tagebuch

Fast schon einen Monat in Tansania Heute habe ich eine Einladung zu einer Hochzeit am 12. Oktober bekommen. Ich freue mich riesig auf eine afrikanische Hochzeit. Ich werde berichten. Meine "Mitfreiwillige" (ich nenne sie gerne Tabsi) kommt nun am Freitag auch nach Litembo. Ich bin schon ganz gespannt, wie sie die Busfahrt übersteht.

In den ersten 2 Wochen dürfen wir die Schulbank drücken. Montags bis Freitags, Wochenende frei oder... wie unser Lehrer sagt ... dann praktisch alles Erlernte anwenden. Wir lernen also Swahili (Eigenbezeichnung Kiswahili). Es handelt sich um eine Bantusprache und ist die am weitesten verbreitete Verkehrssprache Ostafrikas.

Ja, mein erster Arbeitstag. Ich sah mich schon im weissen Kittel durch die Krankenhausgänge schweben... Das kann ja hier wohl nicht anders sein, als meine Arbeit im heimischen Kranken-haus. Na gut, den weissen Kittel habe ich auch bekommen. Aber meine Arbeit findet nicht direkt im Krankenhaus statt, nein, ich bin in der Apotheke eingeteilt.

Heute habe ich Geburtstag. Seit 14:03 Uhr bin ich 19 Jahre alt (übrigens bin ich an einem Sonntag geboren ;-). Mein erster Geburtstag ohne meine Familie und Freunde. Aber dank Social Media, What's App, Face Time und Co. waren sie irgendwie doch alle bei mir. Vielen Dank für all die lieben Glückwünsche. Ein paar kleine Geschenke durfte ich auspacken, die mir beim Kofferpacken schon zugesteckt wurden... Und mein kleiner Bruder hat mir mein Stück Geburtstagskuchen live via Face Time ausgepustet... okay, gegessen hat er es dann :-))))

Nun schon seit 2 Wochen in Tansania. Bislang konnte ich zufrieden sein mit meinen sprachlichen Fortschritten. Auch schöne Strände haben wir am Wochenende besucht. Aber ich war auch sehr neugierig auf das Krankenhaus in Litembo. Ein weiter Weg lag vor mir... ein ganz weiter ...

Hakuna Matata. Wie bitte? Was heißt denn das? Bisher kannte ich das nur aus dem Dschungelbuch... Das ist Swahili und bedeutet "kein Problem" oder besser "alles in bester Ordnung".

Es ist 4 Uhr morgens und wir fahren jetzt zum Düsseldorfer Flughafen. Ich bin so aufgeregt wie noch nie! Meine Familie und beste Freundin begleiten mich bis zur Sicherheitskontrolle. Abschied besser kurz und schmerzlos, so fällt es mir leichter. Zum Glück ist es nur ein Abschied auf Zeit... 365 Tage ;-)

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